Meine private Foto- Homepage
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Mein Hobby die Fotografie

eine Agfa- Box

Mein Hobby, die Fotografie und wie ich dazu kam

 

Ich erinnere mich noch daran, wie mein Vater früher, als ich noch Kind war, ab und an mal fotografierte. Er benutzte dafür eine Agfa- Box, eine ganz einfache zweiäugige Spiegelreflexkamera, die schon in den 30er Jahren entwickelt und neben Agfa auch von anderen Firmen hergestellt wurde. Diese einfache Kamera arbeitete mit Rollfilm und hatte das Bildformat 6 x 9 cm. Man konnte wählen zwischen Quer- und Hochformat und man schaute von oben in einen Sucher, bevor man dann auslöste. Dieser Apparat faszinierte mich irgendwie und ich fragte mich, wie ist das möglich, daß da ein Bild entsteht? Später sollte ich dann mehr darüber erfahren und Antworten auf meine Fragen bekommen. Damals ahnte ich noch nicht, daß die Fotografie für mich mal eine Leidenschaft wird.

Es war während meiner Schulzeit. In der 8. Klasse  hatten wir einen Lehrer, der brachte nicht wie andere Lehrer zur letzten Stunde vor den Ferien oder vor Feiertagen ein Buch mit, um uns dann daraus eine Geschichte vorzulesen. Dieser Lehrer war ein großer Naturfreund und Ornithologe und er fotografierte viel. In besagten Stunden hatte er dann oftmals den Dia- Projektor aufgebaut, das Klassenzimmer abgedunkelt und wir bekamen erstklassige Fotos zu sehen von Tieren,Pflanzen u.v.a.m.. Einmal führte er uns im Unterricht auch vor, wie Schwarz- Weiß entwickelt wird. Ich fand, daß die Fotografie ein interessantes Gebiet ist und wollte auch unbedingt fotografieren. Fototechnik ist aber nicht ganz billig und so blieb das alles vorerst nur ein Wunschtraum. Irgendwann bekam ich dann aber eine Kamera geschenkt, eine Pouva- Start. Das war eine ganz einfache Box- Kamera mit Rollfilm, einer Belichtungszeit und zwei Blenden (Sonne und Bewölkt) und mehr war da nicht. Diese Kamera kostete ca. 16 Mark der DDR und hatte natürlich, was die Möglichkeiten zu fotografieren betrifft, ihre Grenzen.

Im Laufe der Zeit kaufte ich mir dann eine Entwicklerdose, einen Kopierrahmen und diverse Utensilien und Chemikalien, um meine Fotos selbst zu entwickeln. Die Negative 6 x 6 cm wurden nach der Filmentwicklung einfach in den Kopierrahmen auf Fotopapier gelegt, mit einer Glasplatte angedrückt, eine Maske mit dem Format 6 x 6 rüber und mit einer Lampe wurde belichtet, danach entwickelt, fixiert, gewässert und getrocknet.  Stolz konnte ich dann meine ersten eigenen Fotos präsentieren. Die Küchenmöbel hatten zwar irgendwann Flecken von den Fotochemikalien aber was sollte es. Die Krönung war dann auch noch ein Büttenrand an meinen Fotos, wofür ich mir einen Schneider zugelegt hatte (der liegt noch heute irgendwo bei mir rum). Ab 9. Klasse besuchte ich die erweiterte Oberschule (das was heute wieder Gymnasium heisst) mit dem Ziel,in der 12. Klasse das Abitur zu machen. Dort hatte ich auch die Möglichkeit, in einer richtigen Dunkelkammer zu arbeiten mit Vergrößerungsgerät, Trockenpresse u.s.w. Meine Lehrer hatten mitbekommen, daß ich mich für Fotografie interessiere und ich durfte immer in regelmäßigen Abständen für die Galerie der Besten mit einer etwas besseren schuleigenen Kamera (hin und wieder eine alte Exa) die Schüler mit hervorragenden Leistungen fotografieren und Ihre Konterfeis dort anbringen (mich selbst brauchte ich nicht zu fotografieren). 

Der nächste Lebensabschnitt hieß Grundwehrdienst und dauerte 18 Monate. Während dieser Zeit war nichts mit der Fotografie. Eine Kamera bei sich am Standort zu haben konnte richtig Ärger geben (Verdacht auf Spionage, Militärstaatsanwalt und so). Dafür studierte ich aber das eine oder andere Buch über Fotografie. Am Ende der Armeezeit stellte ich fest, daß sich von meinem monatlichen Wehrsold von 80 bis 100 Mark pro Monat ein kleines Sümmchen angesammelt hatte. Ich rauche nicht und in Ausgang bin ich auch selten gegangen. Jetzt konnte ich mir endlich eine Spiegelreflex kaufen. Zunächst war es eine Praktica L, später wechselte ich auf das Modell LTL der gleichen Marke. Diese Kamera kaufte ich mir 1973 und sie funktioniert heute noch. Ich habe soviel damit fotografiert, daß ich auch nicht daran denke, mich von ihr zu trennen (zumal man heute dafür bestenfalls nen Appel und nen Ei bekommt). Natürlich entwickelte ich zu DDR- Zeiten meine s/w- Bilder selbst in der eigenen Dunkelkammer. An Farbentwicklung habe ich mich nicht rangetraut. Das hätte weitere Gerätschaften bedeutet (Farbmischkopf, Filter u. a.). Die Chemikalien hierfür waren teuer und zudem nicht lange haltbar. Außerdem waren die Farbfilme und das Fotopapier "Made in DDR" mit Materialien aus heutiger Zeit nicht vergleichbar, was die Qualität anbelangt. Einen Dia- Film bekam man relativ preiswert entwickelt, damit braute man nicht selbst anfzuangen. Nachdem wir dann iregendwann die D- Mark hatten, leistete ich mir auch noch ein Zoom- Objektiv und einen Computerblitz für meine Praktica. 2004 kaufte ich mir dann eine digitale SLR von einem nahmhaften Hersteller aus Fernost. Damit fotografierte ich mehrere Jahre, bis ich mir kürzlich ein neueres Modell des gleichen Herstellers kaufte. Seit der Wende fotografiere ich nur noch in Farbe, wobei ja S/W in der digitalen Fotografie nur die Sache weniger Mausklicks ist.  Mein Hobby macht mir großen Spaß. Duch die Fotografie habe ich gelernt, mit offenen Augen durch die Welt zu gehen und vor allem auf Kleinigkeiten zu achten, die man normalerweise erst beim zweiten Hinsehen sieht. Oftmals haben Details ihren Reiz und sind die eigentlichen Fotomotive. Überhaupt, wenn ich etwas sehe, frage ich mich oft: wie würdest Du das fotografieren, wie würdest Du das ins Bild setzen?- auch wenn ich gar nicht vorhabe, ein Bild zu machen.

Meine gegenwärtige fotografische Ausrüstung (viele sage Equipment dazu)  besteht aus

-  einer digitalen Spiegelreflexkamera Nikon D70

  (6,1 Megapixel) mit Zoom- Objektiv  18 - 70 mm (Nikkor)

-  einer digitalen Spiegelreflexkamera Nikon D7000 (16,2 Megapixel)

    mit Zoom- Objektiv 18 - 105 mm (Nikkor)

    Zoom- Objektiv 18 - 250 mm (Sigma)

-  Zoom- Objektiv 80 - 300 mm  (Nikkor)

-  Zoom- Objektiv 170 - 500 mm (Sigma)

-  Zoom- Objektiv 70 - 200/ f 2,8 (Sigma)

-  Makro- Objektiv 60mm/ f 2,0  (Tamron)

-  Normalobjektiv 35 mm, f1,8 Festbrennweite   

-  Computerblitz Sigma EF 500 DG (für Nikon)

-  Nikon- Funkauslöser

-  Sterneffektfilter

-  Polarisationsfilter

-  Nahlinse (Heliopan) 3 Dptr.

-  Winkelsucher von Praktica (passt auch bei Nikon)

-  3- Bein- Stativ

-  1- Bein- Stativ

Für die Bearbeitung meiner Bilder auf dem Computer nutze ich die Software Adobe Ligthroom 6 sowie Ulead Photoimpact X3 .

Für die Naturfotografie habe ich mir ein Tarnzelt ("Birdswatching" von BIG) plus Hocker zugelegt.

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